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 InfoDr. Christophe Fricker schreibt über Mobilität und Freundschaft. Er beschäftigt sich mit Literatur als Grundlage von kritischen Erkenntnissen, innigen Beziehungen und ermutigenden Gemeinschaften. Sein jüngstes Buch ist Stefan George: Gedichte für Dich, eine Einführung in das Werk eines anregenden Dichters (Platz 2 auf der NDR/SZ-Sachbuchbestenliste im November 2011).

Frickers Gedichtband Das schöne Auge des Betrachters erschien 2008 bei J. Frank in Berlin und wurde mit dem Hermann Hesse Förderpreis 2009 ausgezeichnet. Larkin Terminal — Von fremden Ländern und Menschen mit zwölf Reise-Stories erschien im Oktober 2009 bei Plöttner in Leipzig. Für seine Reise-Essays erhielt Christophe Fricker einen Merkur-Essaypreis 2007. Christophe Fricker ist außerdem Herausgeber des Briefwechsels Friedrich Gundolf – Friedrich Wolters (Weimar: Böhlau 2009).

Fricker wurde 1978 in Wiesbaden geboren, studierte Politik, Germanistik und Musikwissenschaft in Freiburg, Singapur und Halifax und promovierte über Stefan George am St John’s College, Oxford. Er war Förderpreisträger im Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen (1995), Killam Scholar und Lamb & Flag Scholar, Präsident der Oxford University German Society, Redakteur der Zeitschriften Zeichen & Wunder (1996-2001), Castrum Peregrini (2000-2006) und German Quarterly (2006-2009) und Translator-in-residence der Jungen Oper Rhein-Main (2004-2005). Für die Zeitschriften PMLA, German Quarterly und Seminar hat er als peer reviewer gearbeitet. Bis zum Sommer 2010 war er Geschäftsführender Direktor des deutschen Sprachprogramms der Duke University. Im Herbst 2011 arbeitete Fricker als Craig-Kade Writer-in-Residence am Department of Germanic, Russian, and East European Languages and Literatures in Rutgers.

TC9 300x198 InfoMit dem Künstler Timothy J. Senior (links) hat Christophe Fricker an einer Reihe von Projekten gearbeitet, darunter vor allem der illustrierte Gedichtband Das schöne Auge des Betrachters. Timothy J. Senior, derzeit Junior Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg, erarbeitet Methoden, wie die langfristige Konsolidierung räumlicher Orientierung künstlerisch dargestellt werden kann und gibt Kurse über die Kreuzungen zwischen Biologie und Kunst bzw. zwischen Vorstellungen vom Gedächtnis in Neurologie und Kulturwissenschaft.

Für Judith Wollstädter und die Junge Oper Rhein-Main übersetzte Fricker Gilbert & Sullivans “Schwurgericht” und Cimarosas “Operndirektor in Nöten”. Bei ersterem Werk handelt es sich um einen Klassiker der englischen unterhaltenden Musik, der in Schulen und von Laientruppen mit Begeisterung aufgeführt wird, aber in Deutschland kaum zur Kenntnis genommen wird. Zu stark ist wohl noch immer die Vorstellung, Ernstes und Unterhaltsames könnten sich nicht mischen. Die Farsa musicale von Cimarosa ist ebenfalls ein schwungvolles Werk, das die Schwierigkeiten bei der Inszenierung einer Oper — auf die Bühne bringt.

Mit dem Germanisten Bruno Pieger erarbeitete Christophe Fricker einen Sonderband der Zeitschrift Castrum Peregrini zu Werk und Wirkung von Friedrich Hölderlin. Jane V. Curran, Professorin für Deutsch an der kanadischen Dalhousie University, und Christophe Fricker gaben, angeregt durch ein Seminar von Dr. Fritz Heuer, eine kommentierte Neuübersetzung von Schillers Essay Über Anmut und Würde heraus.

  • Fotos von Marie Isabel Schlinzig.