Skip to content

Über mich

Christophe FrickerDr. Christophe Fricker ist Autor, Übersetzer, Wissenschaftler und Unternehmer. Er ist Managing Partner des Leipziger Wissensdienstleisters NIMIRUM und Sprecher der Stefan-George-Forschungsgruppe am Hanse-Wissenschaftskolleg. Er ist darüber hinaus als Dozent an der University of Bristol und an der Deutschen Schülerakademie tätig.

Fricker wurde 1978 in Wiesbaden geboren, studierte Politik, Germanistik und Musikwissenschaft in Freiburg, Singapur und Halifax und promovierte über Stefan George am St John’s College, Oxford. Danach arbeitete er als Post-doctoral Lecturing Fellow sowie bis zum Sommer 2010 als Geschäftsführender Direktor des deutschen Sprachprogramms an der Duke University. Im Herbst 2011 war Fricker Craig-Kade Writer-in-Residence am Department of Germanic, Russian, and East European Languages and Literatures in Rutgers sowie im Sommer 2012 Gast des Rektors am Hanse-Wissenschaftskolleg. 2012 bis 2014 führte er an der University of Bristol ein Marie-Curie-Forschungsprojekt zu Ernst Jünger durch. Er publizierte in diesem Rahmen einen spektakulären Quellenfund: Mitschnitt bisher unbekannter Gespräche zwischen dem Jahrhundertautor Jünger und dem nihilistisch-kritischen ZEIT-Interviewer André Müller. Der Band heißt Ernst Jünger — André Müller: Gespräche über Schmerz, Tod und Verzweiflung.

Frickers Buch Stefan George: Gedichte für Dich, eine Einführung in das Werk Georges, stand auf Platz 2 auf der NDR/SZ-Sachbuchbestenliste. Fricker veröffentlichte bisher zwei Gedichtbände, zuletzt Meet Your Party und zuvor Das schöne Auge des Betrachters; letzterer wurde mit dem Hermann Hesse Förderpreis 2009 ausgezeichnet. Ein Band mit Reisereportagen, Larkin Terminal — Von fremden Ländern und Menschen, erschien 2009 bei Plöttner in Leipzig. Für seine Reise-Essays erhielt Christophe Fricker einen Merkur-Essaypreis 2007.

Christophe Fricker ist Herausgeber des Briefwechsels Friedrich Gundolf – Friedrich Wolters (Weimar: Böhlau 2009), Mitherausgeber (mit Bruno Pieger) eines Sonderbandes der Zeitschrift Castrum Peregrini zu Werk und Wirkung Friedrich Hölderlins, Mitherausgeber (mit Jane V. Curran) einer kommentierten und durch fünf Essays flankierten Neuübersetzung von Schillers Essay Über Anmut und Würde sowie Übersetzer (aus dem Englischen) von fünf Sachbüchern.

Fricker war Förderpreisträger im Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen (1995), Izaak Walton Killam Pre-doctoral Scholar der Dalhousie University (2002-2003), Lamb & Flag Scholar der University of Oxford (2003-2006), Präsident der Oxford University German Society (2004-2006), Redakteur der Zeitschriften Zeichen & Wunder (1996-2001), Castrum Peregrini (2000-2006) und The German Quarterly (2006-2009) und Translator-in-residence der Jungen Oper Rhein-Main (2004-2005). Für die Zeitschriften PMLA, German Quarterly und Seminar arbeitete er als Peer reviewer.

Mit dem Künstler Timothy J. Senior hat Christophe Fricker an einer Reihe von Projekten gearbeitet, darunter vor allem der illustrierte Gedichtband Das schöne Auge des Betrachters. Für Judith Wollstädter und die Junge Oper Rhein-Main übersetzte Fricker Gilbert & Sullivans „Schwurgericht“ und Cimarosas „Operndirektor in Nöten“. Bei ersterem Werk handelt es sich um einen Klassiker der englischen unterhaltenden Musik, der in Schulen und von Laientruppen mit Begeisterung aufgeführt wird, aber in Deutschland kaum zur Kenntnis genommen wird. Zu stark ist wohl noch immer die Vorstellung, Ernstes und Unterhaltsames könnten sich nicht mischen. Die Farsa musicale von Cimarosa ist ebenfalls ein schwungvolles Werk, das die Schwierigkeiten bei der Inszenierung einer Oper — auf die Bühne bringt.

DeutschlandRadio_Logo.svg

Auf Christophe Fricker „gilt es künftig zu achten“, sagte Carola Wiemers im Deutschlandradio Kultur. Eine Einladung!

  • Foto von Henrike Lähnemann.

Be First to Comment

Schreiben Sie einen Kommentar