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Der einsame Aufstand
Viel ist heute von der Wut die Rede und von der Erhebung gegen neoliberale Ausbeuter. Ein französisches Pamphlet mit praktischen Tips für den „kommenden Aufstand“ wurde jüngst zum Bestseller. In einem anderen Bestseller zum Thema geht es nicht um den gewaltsamen Kampf gegen ein leicht herausgeschobenes Rentenalter, sondern um Mut und Anstand im Angesicht des nationalsozialistischens Terrors. Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ von 1946 erschien letztes Jahr auf Englisch und fand hunderttausende Leser. Der Aufbau-Verlag veröffentlicht dieses erstaunliche Buch jetzt hierzulande neu, mit dem englischen Cover und erstmals in der Originalfassung.
Hans Fallada war ein Erfolgsschriftsteller der Weimarer Republik, der als Erfinder des „Kleinen Mannes“ Literaturgeschichte schrieb. Mit Paukenschlägen ist er nun zurückgekehrt: Letztes Jahr wurden in den USA und in Großbritannien, in Frankreich und in Israel hunderttausende von Exemplaren seines letzten großen Romans „Jeder stirbt für sich allein“ verkauft. Der Aufbau-Verlag entdeckte ein bisher noch nie gedrucktes Kapitel in seinem Archiv, das diese Woche in der Neuausgabe des Romans erstmals erscheint.



