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	<title>Aufenthalte &#187; Aufenthalte &#8212; Freundschaft in Zeiten der Mobilität</title>
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	<description>Die Webseite von Christophe Fricker</description>
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		<title>Keine Rentenpflicht für Selbständige</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur vorgesehenen Rentenpflicht für Selbständige habe ich folgenden Brief an Abgeordnete des Deutschen Bundestages entworfen. Wer ihn als Vorlage für einen eigenen Brief verwenden will, darf das gern tun.
&#160;
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,
das Bundesministerium für Arbeit und Soziales will Selbständige dazu verpflichten, Beiträge zur Gesetzliche Rentenversicherung zu leisten. Ich schreibe Ihnen heute mit einer einfachen Bitte: Wirken Sie diesem Vorhaben entgegen.
Als junger Selbständiger weiß ich, dass man fürs Alter vorsorgen muss. Und ich werde das tun. Die vorgesehene Pflichtversicherung stellt aber besonders für die Kreativen und die Pioniere und auch für mich eine untragbare Belastung dar. Abzusehen ist, dass viele aus der Selbständigkeit in die Arbeitslosigkeit getrieben werden, und zwar vor allem aus folgenden Gründen:

Die Pflichtversicherung soll über einen Pauschalbetrag von offenbar bis zu 400 Euro funktionieren. Inwiefern es dabei Staffelungen oder Ausnahmen geben wird, bleibt in der Diskussion noch zu klären. Diese Diskussion muss öffentlich und ...
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur vorgesehenen <a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-03/versicherungspflicht-altersvorsorge-selbststaendige">Rentenpflicht für Selbständige</a> habe ich folgenden Brief an Abgeordnete des Deutschen Bundestages entworfen. Wer ihn als Vorlage für einen eigenen Brief verwenden will, darf das gern tun.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,</p>
<p style="text-align: left;">das Bundesministerium für Arbeit und Soziales will Selbständige dazu verpflichten, Beiträge zur Gesetzliche Rentenversicherung zu leisten. Ich schreibe Ihnen heute mit einer einfachen Bitte: Wirken Sie <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/machbarkeitsstudie-fuer-das-arbeitsministerium-von-der-leyen-holt-mckinsey-1.1357413">diesem Vorhaben</a> entgegen.</p>
<p style="text-align: left;">Als junger Selbständiger weiß ich, dass man fürs Alter vorsorgen muss. Und ich werde das tun. Die vorgesehene Pflichtversicherung stellt aber besonders für die Kreativen und die Pioniere und auch für mich eine untragbare Belastung dar. Abzusehen ist, dass viele aus der Selbständigkeit in die Arbeitslosigkeit getrieben werden, und zwar vor allem aus folgenden Gründen:</p>
<ul>
<li>Die Pflichtversicherung soll über einen <a href="http://www.gruendungszuschuss.de/unternehmerwissen/geld-steuern/news/blog/das-wird-teuer-ab-2013-rentenversicherungspflicht-fuer-selbstaendige.html">Pauschalbetrag</a> von offenbar bis zu 400 Euro funktionieren. Inwiefern es dabei Staffelungen oder Ausnahmen geben wird, bleibt in der Diskussion noch zu klären. Diese Diskussion muss öffentlich und unter Beteiligung auch junger Unternehmer geführt werden. Angesichts des hohen Tempos, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegt wird, besteht die Gefahr, dass eine solche Diskussion nicht zustande kommt. Ein Betrag von 400 Euro ist in der Gründungs- und Konsolidierungsphase für einen selbständig oder freiberuflich Arbeitenden nicht zu leisten. Jeder Gründungsberater weiß, dass die meisten jungen Unternehmen an Liquiditätsproblemen scheitern, selbst wenn Business-Plan und Geschäftsidee tragen. Daher gibt es in vielen Ländern und Gemeinden Gründungszuschüsse. Dass diese Zuschüsse immer stärker zurückgefahren werden und junge Unternehmer durch eine Rentenversicherungspflicht nun noch zusätzlich belastet werden, schadet der Dynamik des Wirtschafts- und Zukunftsstandorts Deutschland.</li>
<li>Durch den Weg über einen Pauschalbetrag würden Kleinunternehmen überproportional belastet. Dass ausgerechnet Selbständige, die durch Immobilienbesitz fürs Alter vorgesorgt haben, von der neuen Pflicht ausgenommen werden sollen, unterstreicht die gründungskritische Haltung der Gesetzesinitiative.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Im <a href="http://www.cdu.de/portal2009/29145.htm">Koalitionsvertrag</a> der gegenwärtigen Bundesregierung steht: „Deutschland muss wieder zum Gründerland werden.“ Als Unternehmensgründer erwarte ich, dass die Bundesregierung dieses Versprechen umsetzt. Die vorgeschlagene Rentenversicherungspflicht ist ein Schlag ins Gesicht der Gründer. Sie löst die gravierenden strukturellen Probleme der Rentenversicherung nicht, die mir als Steuerzahler Sorgen machen. Und sie erstickt den Unternehmergeist junger Gründer.</p>
<p style="text-align: left;">Ich bitte Sie darum: Werden Sie zur Stimme für Zehntausende von <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=23835">Petenten beim Deutschen Bundestag</a> und wirken Sie dieser Initiative entgegen. Zu einem Gespräch über diese Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
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		<title>Re-connect With Your Friends: Introducing &#8220;Talk Tuesday&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 18:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[MIT Social Studies professor Sherry Turkle has a point. And she continues to remind us of the predicament we&#8217;re in: all too often, we are &#8220;alone together&#8221;. We think we are with your friends while all we do is stare at a screen. In her own terms: &#8220;We are tempted to think that our little &#8216;sips&#8217; of online connection add up to a big gulp of real conversation. But they don’t.&#8221; This is from a recent NYT opinion piece, and it&#8217;s also the main argument of Professor Turkle&#8217;s book &#8220;Alone Together: Why We Expect More from Technology and Less from Each Other&#8221;.
As useful as social media have been to all of us (including the author of this lonely blog post), they often take time away from real opportunities to meet. Or from real meetings. Yes, obviously, it&#8217;s great to be able to post stuff on facebook, or find out what ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/05/Cups.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1893" title="Cups" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/05/Cups-300x168.jpg" alt="Cups 300x168 Re connect With Your Friends: Introducing Talk Tuesday " width="300" height="168" /></a>MIT Social Studies professor <a href="http://www.mit.edu/%7Esturkle/">Sherry Turkle</a> has a point. And she continues to remind us of the predicament we&#8217;re in: all too often, we are &#8220;alone together&#8221;. We think we are with your friends while all we do is stare at a screen. In her <a href="http://www.nytimes.com/2012/04/22/opinion/sunday/the-flight-from-conversation.html?_r=3&amp;pagewanted=all">own terms</a>: &#8220;We are tempted to think that our little &#8216;sips&#8217; of online connection add up to a big gulp of real conversation. But they don’t.&#8221; This is from a recent NYT opinion piece, and it&#8217;s also the main argument of Professor Turkle&#8217;s book &#8220;Alone Together: Why We Expect More from Technology and Less from Each Other&#8221;.</p>
<p>As useful as social media have been to all of us (including the author of this lonely blog post), they often take time away from real opportunities to meet. Or from real meetings. Yes, obviously, it&#8217;s great to be able to post stuff on <a href="http://www.facebook.com/">facebook</a>, or find out what people do. The question is really always what you would do otherwise: be miserable and by yourself &#8212; or have fun with friends at the pub, indulging in a heated argument while enjoying <a href="http://www.gdcafe.com/website/index.php">ice cream</a>. Compared to the former, obviously, social media are a great improvement. Not because time alone is bad, but because solitary suffering &#8212; as human an experience as it may be &#8212; is a state that is best overcome.</p>
<p>There is not much I want to add to this whole argument here (although, as many of you know, I&#8217;m working on a little bit of a thing about this issue). There is, however, one innovation I would like to suggest to all of you. Sherry Turkle muses about the possibility of having not just &#8220;casual Fridays&#8221; at work but also &#8220;conversational Thursdays&#8221;. Being a sucker for alliteration and regular meter, I love the idea but find the phrase just too clumsy. So here it is: &#8220;Talk Tuesday&#8221;.</p>
<p>The idea is simple: on Tuesdays, if you find yourself thinking about someone you haven&#8217;t been in touch with in a while, and you want to re-connect, don&#8217;t write an e-mail or a text message or a facebook message or whatever but give them an actual phone call. Listen to their voice, find out what they have to say, and maybe even make a plan to meet up.</p>
<p>Just an idea.</p>
<ul>
<li>Photo by <a href="http://www.flickr.com/photos/akakirara/2540024401/">aka kirara</a>.</li>
</ul>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hört auf mit dem Wahnsinn!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 20:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dichter &#8212; sind das die verträumten Gequälten, die für ihre Kunst leiden und immer nah am Wahnsinn entlangschlittern? Das Vorurteil hält sich hartnäckig, und viele Schreibende tun ihr Möglichstes, um es zu pflegen.
Aber den Wahnsinn anzuhimmeln ist selbst Wahnsinn, sagt jetzt Joshua Mehigan, der Dichter aus Brooklyn. In seinem Essay &#8220;I thought you were a poet&#8221; redet er Klartext: Viele, die sich als inspiriertes Genie gerieren, sind Schauspieler. Es könne sogar sein, &#8220;dass die meisten visionären Gedichte der letzten Zeit von Nachahmern geschrieben wurden, die Nachahmer nachahmen, die Nachahmer nachahmen, die Nachahmer nachahmen, die andächtig ein paar wenige Originale nachahmen.&#8221; Wer dem etablierten Modell des wahnsinnigen Genies genüge zu tun versuche, habe einfach nicht verstanden, wie sehr die tatsächlich psychisch gestörten Dichter unter ihrer Krankheit leiden. Hier spricht Mehigan aus schlimmer Erfahrung. In seinem Essay zählt er die Syndrome und Symptome auf, die bei ihm festgestellt wurden, und die verschiedenen ...
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/08/Joshua-Mehigan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-502" title="Joshua Mehigan" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/08/Joshua-Mehigan-150x149.jpg" alt="Joshua Mehigan 150x149 Hört auf mit dem Wahnsinn! " width="150" height="149" /></a>Dichter &#8212; sind das die verträumten Gequälten, die für ihre Kunst leiden und immer nah am Wahnsinn entlangschlittern? Das Vorurteil hält sich hartnäckig, und viele Schreibende tun ihr Möglichstes, um es zu pflegen.</p>
<p>Aber den Wahnsinn anzuhimmeln ist selbst Wahnsinn, sagt jetzt <a href="http://joshuamehigan.net/">Joshua Mehigan</a>, der Dichter aus Brooklyn. In seinem Essay &#8220;<a href="http://www.poetryfoundation.org/poetrymagazine/article/242324">I thought you were a poet</a>&#8221; redet er Klartext: Viele, die sich als inspiriertes Genie gerieren, sind Schauspieler. Es könne sogar sein, &#8220;dass die meisten visionären Gedichte der letzten Zeit von Nachahmern geschrieben wurden, die Nachahmer nachahmen, die Nachahmer nachahmen, die Nachahmer nachahmen, die andächtig ein paar wenige Originale nachahmen.&#8221; Wer dem etablierten Modell des wahnsinnigen Genies genüge zu tun versuche, habe einfach nicht verstanden, wie sehr die tatsächlich psychisch gestörten Dichter unter ihrer Krankheit leiden. Hier spricht Mehigan aus schlimmer Erfahrung. In seinem Essay zählt er die Syndrome und Symptome auf, die bei ihm festgestellt wurden, und die verschiedenen Heilmethoden, die er schon versucht hat. Mehigan verschweigt nichts und erschüttert damit seine Leser.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/04/Poetry-July-August-2011.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1877" title="Poetry July August 2011" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/04/Poetry-July-August-2011-150x150.jpg" alt="Poetry July August 2011 150x150 Hört auf mit dem Wahnsinn! " width="150" height="150" /></a><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/04/KK14-Cover.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1878" title="KK14 Cover" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/04/KK14-Cover-150x150.gif" alt="KK14 Cover 150x150 Hört auf mit dem Wahnsinn! " width="150" height="150" /></a>Der Essay ist in der Ausgabe Juli/August 2011 der Zeitschrift <a href="http://www.poetryfoundation.org/poetrymagazine/"><em>Poetry</em> </a>erschienen und gehörte im Jahre 2011 zu den <a href="http://www.poetryfoundation.org/harriet/2011/12/the-poetry-foundations-most-read-articles-of-2011/">meistgelesenen</a> und heiß diskutierten Artikeln auf der vielbesuchten Webseite der Poetry Foundation. Zudem wurde er als <a href="http://www.poetryfoundation.org/poetrymagazine/prizes#edarticle">bester Essay des Jahres </a>ausgezeichnet.</p>
<p>In der neusten Ausgabe der Zeitschrift <a href="http://krachkultur.de/kkakt.html"><em>Krachkultur</em> </a>erscheint &#8220;Ich dachte, Sie wären Dichter&#8221; jetzt erstmals auf Deutsch. <a href="http://www.aufenthalte.info/christophe-fricker/">Ich </a>habe den Essay übersetzt, nachdem ich bereits einige Jahre mit Joshua Mehigan zusammenarbeite und eine ganze Reihe seiner <a href="http://www.aufenthalte.info/new-formalists/joshua-mehigan/">Gedichte ins Deutsche übertragen </a>habe. Ich würde mich freuen, wenn der Essay auch in Deutschland zum Nachdenken anregt.</p>
<h4>Sie können das Heft <a href="http://www.amazon.de/Krachkultur-Ausgabe-14-Mary-Miller/dp/3931924092">hier </a>bestellen.</h4>
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		<title>Don&#8217;t be Out of Touch</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 11:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Last week I filed my taxes (yes, I know, nice and early and organized &#8230;), enjoying the simple, newly-designed Citizentax interface. Sadly, in the process of their relaunch they got rid of my favorite field: &#8220;If you have more than five children, click here.&#8221; However, there is a new sequence of questions which I enjoyed. First question: &#8220;Can anyone claim you as a dependent?&#8221; I clicked No, only to be asked the following question: &#8220;Are you blind?&#8221; No, I am not, and I took this as a gentle reminder to be in touch with my parents a little more often &#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Hand-Sun-Touch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1867" title="Hand Sun Touch" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Hand-Sun-Touch-202x300.jpg" alt="Hand Sun Touch 202x300 Dont be Out of Touch " width="202" height="300" /></a>Last week I filed my taxes (yes, I know, nice and early and organized &#8230;), enjoying the simple, newly-designed <a href="https://www.citizentax.com/">Citizentax</a> interface. Sadly, in the process of their relaunch they got rid of my favorite field: &#8220;If you have more than five children, click here.&#8221; However, there is a new sequence of questions which I enjoyed. First question: &#8220;Can anyone claim you as a dependent?&#8221; I clicked No, only to be asked the following question: &#8220;Are you blind?&#8221; No, I am not, and I took this as a gentle reminder to be in touch with my parents a little more often &#8230;</p>
<p>Now, when I told this story over dinner last night, my lovely new colleague <a href="http://groups.psych.northwestern.edu/gentner/">Dedre Gentner</a> brought up the question, which of your sentences would you give up if you had to give up one? Would you rather be blind or deaf? We weighed the options &#8212; a life without music, a life without smiles, but then again you can hear a smile when someone speaks, etc.</p>
<p>I have had conversations like this before. Luckily, they always feel inconsequential. But last night, something occurred to me that I hadn&#8217;t thought about before. Usually, when forced to decide between hearing and seeing, people will agree that losing either would be bad, but losing one&#8217;s sense of smell or taste would be less dramatic. Unpleasant, but somehow less bad.</p>
<p>Never has anyone in this kind of conversation tried to imagine what it would be like to lose your sense of touch. And I don&#8217;t just mean fingertips. Remember how weird it is to come home from the dentist with parts of your mouth still under anaesthesia. I can&#8217;t even begin to imagine what it would be like to not feel anything. No kiss, no pain, not the chair you&#8217;re sitting on, the path you&#8217;re running on, the keys of your laptop, the gentle breeze when you open the window in the morning &#8230; It&#8217;s scary. The fact that no-one&#8217;s ever mentioned this seems to me to indicate that it would be much worse than losing one&#8217;s ability to hear or see.</p>
<p>But I&#8217;m sure someone&#8217;s made a movie about it. Or a short story maybe?</p>
<ul>
<li>Photo by <a href="http://www.flickr.com/photos/notsogoodphotography/">notsogoodphotography</a>.</li>
</ul>
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		<title>Freiheit, Freundschaft, Facebook</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ehe beginnt mit einem entschiedenen &#8220;Ja, ich will.&#8221; Die Freundschaft wird nicht erklärt. Anders als die Liebe kann sie auch gar nicht wirklich erklärt werden. Und trotzdem fangen Freundschaften irgendwo an, selbst wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. In der Moderne vor den sozialen Medien war klar, wie das ging. Die Seele des Einzelnen konnte, wie wir seit Emily Dickinson wussten, „select her own society“. Sie hatte die Freiheit, sich diejenigen auszusuchen, mit denen sie umgehen wollte. Allerdings bewahrte sie sich diese Freiheit, indem sie ihre Wahl nicht traf. Die Seele wählte nicht, sondern „shuts the door; &#124; On her divine majority &#124; Obtrude no more.“ Sie war frei, aber einsam. Die literarische Moderne war keine Hochzeit der Freundschaft.
Emily Dickinsons Seele hatte Angst davor, sich ihrer Freiheit zu begeben, indem sie sich an andere Menschen band und sich deren Blicken aussetzte. Jeder Freund war für sie ein potenzieller ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Emily-Dickinson-White-Dress.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1856" title="Emily Dickinson White Dress" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Emily-Dickinson-White-Dress.gif" alt="Emily Dickinson White Dress Freiheit, Freundschaft, Facebook " width="295" height="221" /></a>Die Ehe beginnt mit einem entschiedenen &#8220;Ja, ich will.&#8221; Die Freundschaft wird nicht erklärt. Anders als die Liebe kann sie auch gar nicht wirklich erklärt werden. Und trotzdem fangen Freundschaften irgendwo an, selbst wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. In der Moderne vor den sozialen Medien war klar, wie das ging. Die Seele des Einzelnen konnte, wie wir seit Emily Dickinson wussten, „select her own society“. Sie hatte die Freiheit, sich diejenigen auszusuchen, mit denen sie umgehen wollte. Allerdings bewahrte sie sich diese Freiheit, indem sie ihre Wahl nicht traf. Die Seele wählte nicht, sondern „shuts the door; | On her divine majority | Obtrude no more.“ Sie war frei, aber einsam. Die literarische Moderne war keine Hochzeit der Freundschaft.</p>
<p>Emily Dickinsons Seele hatte Angst davor, sich ihrer Freiheit zu begeben, indem sie sich an andere Menschen band und sich deren Blicken aussetzte. Jeder Freund war für sie ein potenzieller Feind, ein Zensor des unmittelbaren Ausdrucks ihrer Seele. Das ist eine Extremposition, aber wir wissen, dass Freunde zu Feinden werden können. Wir wissen, dass wir Feinde haben. Wir wissen, dass das, was wir unseren Freunden schreiben, von übelwollenden Mitlesern geprüft werden kann, die es auf dem einen oder anderen Weg erhalten.</p>
<p>Das können die klassischen politischen Zensoren sein und die Algorithmen von Anbietern und Werbepartnern. Wer sich trotzdem nicht verstellen will, muss sich einschränken. Davon spricht Tomas Tranströmers Gedicht „An Freunde hinter einer Grenze“. Es spricht davon, dass ein Autor für den böswilligsten Leser, den Zensor, schreiben muss, weil sonst das Gedicht abgefangen würde und die Mühe umsonst wäre. Das Gedicht soll als Ganzes verständlich und unbezweifelbar sein. Bittere Konsequenz: die Kargheit. Aus Wahrheitsliebe für den am wenigsten Wahrheitsliebenden zu schreiben, bezeugt die Stärke der Freundschaft mit dem Leser.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/facebook.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1857" title="facebook" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/facebook-150x150.png" alt="facebook 150x150 Freiheit, Freundschaft, Facebook " width="150" height="150" /></a><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Bert-Brecht.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1858" title="Bert Brecht" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Bert-Brecht-150x150.jpg" alt="Bert Brecht 150x150 Freiheit, Freundschaft, Facebook " width="150" height="150" /></a>Die Kritik aller Demokraten (Dickinson, Tranströmer und viele <em>facebook</em>-Nutzer eingeschlossen) am Zensor und an denen, für die er arbeitet, beruht darauf, dass sie genau das tun, was Emily Dickinson für die Seele des freien Bürgers reklamiert: Sie tun so, als könnten sie ihre Gesellschaft frei wählen. Die Kritik an dieser Einstellung formulierte Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Die Lösung“. Nach dem Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR schrieb er: „Wäre es da | nicht einfacher, die Regierung | löste das Volk auf | und wählte ein anderes?“ Die einzelnen Mitglieder der Regierung und diese als ganze haben das Recht, für andere mitzusprechen, weil sich diese anderen für sie ausgesprochen hatten. Sie müssen ihre Gesellschaft daher so annehmen, wie sie sich ihnen geboten hat. The soul selects her own government, yet the soul of the government must not select her own society. Wer selbst gewählt wurde, besitzt seine Gesellschaft. Mit ihr muss er rechnen. Oder um es netter und trotzdem mathematisch zu sagen: Er muss auf sie zählen wollen. Emily Dickinson kritisiert am Repräsentationsverhältnis die Unfreiheit, Brecht an seinem Missbrauch die Unverantwortlichkeit. Ein Unternehmen und seine Vertreter wurden nicht gewählt, was die Kritik an einem vermeintlich oft undemokratischen (unfreundlichen) Verhalten noch verschärft.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/L-103-104.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1864" title="L 103-104" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/L-103-104-150x150.jpg" alt="L 103 104 150x150 Freiheit, Freundschaft, Facebook " width="150" height="150" /></a>Die sozialen Medien werfen neues Licht auf vier Fragen, die für die freundschaftliche ebenso wie die politische (Freund/Freund- bzw. Freund/Feind-)Kommunikation wichtig sind: Wer spricht für wen? Wer spricht überhaupt? Wer spricht mit wem? Und wer spricht worüber? <em>facebook </em>und <em>twitter </em>als demokratische Medien sind Katalysatoren der arabischen Aufstände. Indem sie einem Menschen die Möglichkeit eröffnen, Aussagen zu machen, stellen sie ihn vor die Frage, was er zu sagen hat. Wer auf einmal die Möglichkeit spürt, etwas auszusagen, verändert sich bereits. Wer <em>facebook </em>nutzt, denkt über das Wesen, den Nutzen und die Gründe von Kommunikation, Freundschaft, Privatsphäre und Verantwortung neu nach. Daher fordert <em>facebook </em>unseren Freiheitsbegriff heraus.</p>
<h4>Mehr zu diesen Fragen in dem Essay von Christophe Fricker, &#8220;Tranströmer &#8212; Gaddafi &#8212; Büchner: Ein Blick auf Freundschaft und soziale Medien im Krisenjahr 2011&#8243;, erschienen vor Kurzem in Heft 103/104 der Zeitschrift <a href="http://hlfm.de/l-der-literaturbote/aktuelles-heft.html">L. Der Literaturbote</a>.</h4>
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		<title>Manuel R. Goldschmidt (1926-2012)</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 23:09:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;A world dies when a person dies&#8221;, beginnt ein Gedicht von Dick Davis. Manuel R. Goldschmidt ist gestorben, und auch mit ihm geht eine Welt zuende. Diese Welt war Dichtung und Freundschaft. 1926 in ein großbürgerlich-künstlerisches Haus in Berlin geboren, lernte Manuel, der damals noch Fritz hieß, durch seinen  jüdischen Vater die Farbenpracht von Pontormo und Bronzino schätzen. Mit seinem Bruder Peter, der später ein bemerkenswerter Maler und Zeichner wurde, studierte er die Kunstbücher seiner Eltern. Als Förderer und Sammler der Expressionisten war Vater Goldschmidt auch der Moderne gegenüber offen. Manuel lernte, dass Kreativität und Produktivität nicht nur zur Vergangenheit gehören.
1937 musste er Deutschland verlassen. Der Dichter, Radioredakteur und humanistische Schriftsteller Wolfgang Frommel half ihm und anderen Jugendlichen, in Amsterdam unterzutauchen. Dabei war auch Claus Victor Bock, der über diese Zeit seinen Bericht &#8220;Untergetaucht unter Freunden&#8221; schreiben würde. Das Zimmer, in dem die Jugendlichen nun Jahre verbringen sollten, gehörte der ...
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<p>1937 musste er Deutschland verlassen. Der Dichter, Radioredakteur und humanistische Schriftsteller Wolfgang Frommel half ihm und anderen Jugendlichen, in Amsterdam unterzutauchen. Dabei war auch Claus Victor Bock, der über diese Zeit seinen Bericht &#8220;Untergetaucht unter Freunden&#8221; schreiben würde. Das Zimmer, in dem die Jugendlichen nun Jahre verbringen sollten, gehörte der Malerin Gisèle van Waterschoot van der Gracht, die, heute 99-jährig, noch immer im selben Haus wohnt.</p>
<p>Die Herausforderungen der Kriegszeit waren vielfältig: Schutzmechanismen entwickeln, um nicht aufzufallen, Wehrmacht und Gestapo in die Hände zu fallen, abtransportiert zu werden; Essen organisieren, um nicht zu verhungern; und sich beschäftigen, um auf dem eng begrenzten Raum nicht wahnsinnig zu werden. Frommel entwickelte ein Bildungsprogramm, einen Kunstalltag aus Lesen, Interpretieren, Übersetzen und Zeichnen, aus Meditation und Ritual, aus gestaltender Erinnerung und Hoffnung, der seine Schützlinge so sehr beeindruckte, dass Manuel später sagte, der Krieg sei die schönste Zeit seines Lebens gewesen.</p>
<p>Die geistige Welt, die Frommel sich und seinen Jungs erschloss, war diejenige von Stefan George. Dieser deutsche und europäische Dichter, gestorben 1933, hatte in seinem Werk nach Wegen gesucht, einer von Gier, Aufmerksamkeitsdefiziten und Umweltzerstörung getriebenen Moderne etwas entgegenzusetzen. George war nicht nur ein Kritiker, sondern in erster Linie ein lobender Dichter, der die Freude an der Fülle der Welt und der Schönheit der Tradition feierte und fruchtbar machte. Er brachte auf der Grundlage dieses künstlerischen Werks Menschen miteinander ins Gespräch und erinnerte sie daran, dass ihre Wahrnehmung des Reichtums der Welt sie verpflichtete, sich ihr dankbar und produktiv zu stellen.</p>
<p>Manuel, Wolfgang Frommel und ein nach dem Krieg stets wachsender Kreis von Menschen widmeten sich dieser Aufgabe. Die Zeitschrift CASTRVM PEREGRINI wurde gegründet. Während Frommel die großen Linien vorgab und unermüdlich durch Europa reiste, um Leser und Autoren zu gewinnen, übernahm Manuel zahlreiche logistische Aufgaben. Er war ab 1955 de facto der Herausgeber und bis kurz vor dem Ende der Zeitschrift 2008 Mitglied der Redaktion.</p>
<p>Seine Freunde liebte Manuel aus voller Seele. Die Achtung, die er ihnen im häuslichen Alltag und auf Reisen entgegenbrachte, übertraf oft zunächst ihre Selbstachtung. Das Ziel von Manuels Freundschaft war nicht er selbst. Seine Freundschaft hatte eine Aufgabe, ein Vorhaben, eine Richtung. Im gemeinsamen Blick auf einen Michelangelo, im gemeinsamen Lesen von George, im Gespräch über Orpheus und Algabal erfüllte sie sich.</p>
<p>Manuel war kein Netzwerker. Mit ihm las man keine Kalender. Sein Gespür für das Substanzielle war sein Maßstab. Wenn er den Eindruck hatte, dass ein Gespräch sich erschöpfte, beendete er es, ohne abrupt zu werden. Als er merkte, dass er keine Gedichte mehr schreiben konnte, litt er, aber er zwang sich nicht. Nach dem Tod seines Freundes Claus spürte er seine Kräfte schwinden. Er zwang sich nicht zum Leben, sondern nahm von seinen Freunden Abschied. Er hielt auch sich selbst nicht mehr fest.</p>
<p>Geht nun eine Welt zuende? Ja, wir sind alle ärmer geworden, die wir bei ihm saßen, mit ihm Campari tranken, auf das Rheintal hinabschauten, durch Italien brausten, Georges &#8220;Lied&#8221; und &#8220;Die Becher&#8221; lasen. Werden wir wieder in solcher Ruhe mit einem Menschen zusammenkommen? So einfach von uns selbst erzählen dürfen, in eine so weite Geschichtenwelt einziehen dürfen?</p>
<p>Dass an der Trauerfeier viele teilnahmen, alle Generationen vertreten waren, viele Nationen und Berufe, gibt uns Hoffnung.</p>
<ul>
<li>Foto (Michelangelo, Sklave) von <a href="http://www.flickr.com/photos/houseofhall/" target="_self">House of Hall</a>.</li>
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		<title>FAQ &#8220;Stefan George: Gedichte für Dich&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 22:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ist &#8220;Stefan George: Gedichte für Dich?&#8221;
Ein Buch von Christophe Fricker, in dem er das Werk des Dichters Stefan George vorstellt. George hat etwa zwischen 1890 und 1930 Gedichte geschrieben, übersetzt und einen engen, sich immer wieder wandelnden Freundeskreis um sich gebildet. Er hat die Strömungen der literarischen Moderne gekannt, aber eine Alternative zu ihnen entwickelt. Seine Gedichte wollen und können dem Leser etwas bedeuten. Zu seinen begeisterunsgfähigsten Lesern gehörten die Brüder Stauffenberg, eine Gruppe von jüdischen Kindern im Amsterdamer Untergrund während des Zweiten Weltkriegs, einige nationalsozialistische Funktionäre &#8212; und bis heute immer wieder Menschen mit ganz verschiedenem Hintergrund, die sich ansprechen lassen: vom Dichter, der vor Naturzerstörung warnt und Freundschaft feiert.
Für wen ist das Buch geschrieben?
Für Menschen, die gerne Gedichte lesen &#8212; und für alle, die gern mehr darüber wissen möchten, was Gedichte können. Wie sie ein Leben leiten können, wie sie verführen können, wie sie uns die Welt ...
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			<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Buch-Vorderseite-R%C3%BCckseite.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1772" title="Buch Vorderseite Rückseite" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/03/Buch-Vorderseite-R%C3%BCckseite-300x221.jpg" alt="Buch Vorderseite R%C3%BCckseite 300x221 FAQ Stefan George: Gedichte für Dich" width="300" height="221" /></a>Was ist &#8220;Stefan George: Gedichte für Dich?&#8221;</h4>
<p>Ein <a href="http://www.stefan-george.info/" target="_self">Buch</a> von <a href="http://www.aufenthalte.info/christophe-fricker/" target="_self">Christophe Fricker</a>, in dem er das Werk des Dichters Stefan George vorstellt. George hat etwa zwischen 1890 und 1930 Gedichte geschrieben, übersetzt und einen engen, sich immer wieder wandelnden Freundeskreis um sich gebildet. Er hat die Strömungen der literarischen Moderne gekannt, aber eine <a href="http://www.stefan-george.info/ressourcen/rhythmus-und-freundschaft/" target="_self">Alternative</a> zu ihnen entwickelt. Seine Gedichte wollen und können dem Leser etwas bedeuten. Zu seinen begeisterunsgfähigsten Lesern gehörten die Brüder Stauffenberg, eine Gruppe von jüdischen Kindern im Amsterdamer Untergrund während des Zweiten Weltkriegs, einige nationalsozialistische Funktionäre &#8212; und bis heute immer wieder Menschen mit ganz verschiedenem Hintergrund, die sich ansprechen lassen: vom Dichter, der vor <a href="http://www.stefan-george.info/gedichte/der-mensch-und-der-drud/" target="_self">Naturzerstörung</a> warnt und <a href="http://www.stefan-george.info/gedichte/so-ich-traurig-bin/" target="_self">Freundschaft</a> feiert.</p>
<h4>Für wen ist das Buch geschrieben?</h4>
<p>Für Menschen, die gerne Gedichte lesen &#8212; und für alle, die gern mehr darüber wissen möchten, was Gedichte können. Wie sie ein Leben leiten können, wie sie verführen können, wie sie uns die Welt immer wieder neu zeigen können. Und natürlich für Menschen, die sich &#8212; als Wissenschaftler, Leser, Autoren &#8212; mit der Jahrhundertwende und den ersten drei Jahrzehnten des bewegten 20. Jahrhunderts befassen.</p>
<h4>Bietet das Buch einen neuen Blick auf George?</h4>
<p>George wird als dichterischer Handwerker gesehen, das ist neu. Ein Kapitel fragt, wieviel am Schreiben eigentlich <a href="http://www.aufenthalte.info/was-heist-beim-schreiben-eigentlich-handwerk/" target="_self">Handwerk</a> ist, und was das heißt. Georges Gedichte sind &#8212; auch das ist eine Perspektive, die bisher nicht Mainstream ist &#8212; oft vorsichtig, staunend, stellen sich selbst immer wieder in Frage. Das hat Konsequenzen für die Darstellung von Freundschaft in den Gedichten: Freunde sind in Georges Gedichten nicht nur Menschen, die alles miteinander teilen. Zur Freundschaft gehören Missverständnisse, Fehlstarts, Streitigkeiten, Brüche, gehört das Erinnern, der <a href="http://www.stefan-george.info/gedichte/es-lacht-in-dem-steigenden-jahr-dir/" target="_self">Respekt</a>. Und all das hat dann auch Auswirkungen auf die Frage, wie aus Freundesgruppen größere Gemeinschaften werden.</p>
<h4>George als Inspiration für politische Gruppen?</h4>
<p>Die Frage, ob George ein politischer Dichter war, ist höchst interessant. Im sechsten Kapitel geht das Buch der Frage nach, ob George ein Politiker war &#8212; und ob Angela Merkel Lyrik produziert.</p>
<h4>Wo kann man mehr über das Buch erfahren?</h4>
<p>Es gibt <a href="http://www.stefan-george.info/rezensionen/" target="_self">Besprechungen</a> und <a href="http://www.aufenthalte.info/events/" target="_self">Buch-Events</a>, und natürlich kann man das Buch auch kaufen &#8212; in jedem Buchladen, direkt <a href="http://www.matthes-seitz-berlin.de/scripts/buch.php?ID=428" target="_self">beim Verlag</a> und bei <a href="http://www.amazon.de/Stefan-George-Gedichte-f%C3%BCr-dich/dp/3882216999" target="_self">amazon</a>. <strong><br />
</strong></p>
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		<title>Scheduling Meetings Across Time Zones</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 14:45:26 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Larkin Terminal]]></category>
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		<category><![CDATA[Posts in English]]></category>
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		<description><![CDATA[How many times has someone in a different time zone been waiting for a call from you, patiently at first, and then more and more annoyed? The reason why you didn&#8217;t call was not that you are a mean person but simply that you got your time zones mixed up. While your friend in New York was waiting for your call to come in at 9 am Eastern Time, you were having lunch in London, preparing for a call that you weren&#8217;t going to make for another seven hours. By that time, the (friend)shit had hit the fan.
An unpleasant thing to happen, but eventually the two of you will work it out. And next time you&#8217;ll know better. But if the person on the other side had been your boss or a potential business partner, the damage would have been felt in your bank account.
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<p>An unpleasant thing to happen, but eventually the two of you will work it out. And next time you&#8217;ll know better. But if the person on the other side had been your boss or a potential business partner, the damage would have been felt in your bank account.</p>
<p>There are of course many ways to deal with this issue, all of which involve making things explicit. Let me suggest a simple solution. It is based on the way we already clarify whether we talk about an event in the morning or one in the afternoon. We use &#8220;am&#8221; and &#8220;pm&#8221; as markers.</p>
<p>My suggestion is to add <strong>&#8220;mt&#8221; and &#8220;yt&#8221; </strong>as additional markers: &#8220;my time&#8221; and &#8220;your time&#8221;. This is more personal than specifying time zones (9 am GMT, for example) and requires you to know which time zone your opposite number is in. But chances are, you know this. &#8220;mt&#8221; and &#8220;yt&#8221; are simple, personal, and clear. It&#8217;s been working for me for a while, and some of the readers of my book <a href="http://www.aufenthalte.info/larkin-terminal/" target="_self">Larkin Terminal</a> have adopted this practice. Next time you plan an event across time zones, think about it &#8230; and then enjoy your meeting!</p>
<p>Btw: this post was written at 3.44 pm mt.</p>
<ul>
<li>Photo by <a href="http://jonathanworth.com" target="_self">Jonathan Worth</a>.</li>
</ul>
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		<title>Tulpen enttäuschen nicht</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 15:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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		<description><![CDATA[Erst geht es um Spekulationen, um das in jedem Jahrhundert auftretende Vertrauen in die wunderbare Geldvermehrung. Um den Wahn in der Industrialisierung. „Ein Personenzug &#124; mit zweihunderttausend irischen Eisenbahn- &#124; arbeitern längst in voller Fahrt” – er kommt nie, das Geld geht aus. Es war nie da. Hundertfünfzig Jahre später im Silicon Valley, „lauwarme Schlafsäcke &#124; und ein Pizzastück &#124; mit der runden Bißkante eines Programmierers.” Die erste große Spekulationsblase war die Tulpenmanie im Holland des frühen 17. Jahrhunderts. Die Schönheit der Blumen und die Gewinnversprechen – irdische und vielleicht auch jenseitige – waren verführerisch. Wenn die Blase geplatzt ist, liegt die „äußerste Schale“ einer Tulpenzwiebel vor dem konsternierten Betrachter „wie eine gezackte, &#124; halb abgerissene Schwinge.” Ikarus trifft Krösus trifft Soros.
Der norwegische Dichter Øyvind Rimbereid schreibt davon in seinem Buch Herbarium, das Klaus Anders vorzüglich auf Deutsch formuliert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Leser von diesem ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/02/Tulpen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1759" title="Tulpen" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/02/Tulpen-300x224.jpg" alt="Tulpen 300x224 Tulpen enttäuschen nicht " width="300" height="224" /></a>Erst geht es um Spekulationen, um das in jedem Jahrhundert auftretende Vertrauen in die wunderbare Geldvermehrung. Um den Wahn in der Industrialisierung. „Ein Personenzug | mit zweihunderttausend irischen Eisenbahn- | arbeitern längst in voller Fahrt” – er kommt nie, das Geld geht aus. Es war nie da. Hundertfünfzig Jahre später im Silicon Valley, „lauwarme Schlafsäcke | und ein Pizzastück | mit der runden Bißkante eines Programmierers.” Die erste große Spekulationsblase war die Tulpenmanie im Holland des frühen 17. Jahrhunderts. Die Schönheit der Blumen und die Gewinnversprechen – irdische und vielleicht auch jenseitige – waren verführerisch. Wenn die Blase geplatzt ist, liegt die „äußerste Schale“ einer Tulpenzwiebel vor dem konsternierten Betrachter „wie eine gezackte, | halb abgerissene Schwinge.” Ikarus trifft Krösus trifft Soros.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/02/Rimbereid-Herbarium-Cover.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1758" title="Rimbereid Herbarium Cover" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/02/Rimbereid-Herbarium-Cover-210x300.jpg" alt="Rimbereid Herbarium Cover 210x300 Tulpen enttäuschen nicht " width="210" height="300" /></a>Der norwegische Dichter <a href="http://www.rugerup.de/paymate/search.php?vid=10&amp;peid=837" target="_self">Øyvind Rimbereid</a> schreibt davon in seinem Buch <em><a href="http://www.rugerup.de/paymate/Herbarium_AID3091.html" target="_self">Herbarium</a>, </em>das <a href="http://www.rugerup.de/paymate/search.php?vid=10&amp;peid=731" target="_self">Klaus Anders</a> vorzüglich auf Deutsch formuliert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Leser von diesem Buch enttäuscht sein könnte. Es gibt elegante Formulierungen (dass „die Stille auf ein Osterei gemalt wird“) und intelligente Neologismen (das „nationale Brutto-Tulpenprodukt | wächst aus dem schon | engen Januar hinaus“). Es gibt eine skandinavische Königin „in postprotestantischem Weihwasser“, und vor allem eine Blume nach der anderen, auf die wir Leser vertrauen dürfen. Sie blüht, sie wächst, und wir verachten sie doch. Von Rimbereid und Anders dürfen wir uns eines Besseren, eines Schöneren belehren lassen.</p>
<p>Noch zwei Beispiele: Das Gedicht „Rose I: Fliegend“ erzählt von einer Frau, die in einer Lufthansa-Maschine sitzt, auf dem Heimflug von einem geschäftlichen Termin in Mailand. Im Handgepäck hat sie eine Zeitung, zwischen deren Seiten sie eine Rose bewahrt, die ihr ein Unterhändler der Gegenseite gestern geschenkt hat. Es war ein romantischer Moment, der nicht zum Tragen kommen durfte (oder vielleicht doch?). Jetzt herrscht der dumpfe Schlaf der Kurzstreckenflüge. Zwischen den Blättern der Rose werkelt eine Larve vor sich hin. Die letzte Zeile des Gedichts: „Also: fliegende Frau, Rose und Larve.“ Ein Memo, eine Reduktion auf das Konkrete und zugleich das Symbolische, ein augenzwinkernder Kommentar zu einer vertrauten Situation, und vor allem eine Zeile, die weder Frau noch Leser hintergeht.</p>
<p>Von einem „Rat für Blumen ohne Heim“ lesen wir im Gedicht „Zwergdistel: Bedrohte Arten“. Mit dem „Rat“ ist eine Institution gemeint. Vom Sterben und vom Überleben ist in den Terzinen dieses nicht sehr langen Gedichts die Rede. Große Themen, die mit der Lässigkeit des späten 20. Jahrhunderts auch in große Zusammenhänge gestellt werden. „Sind nicht so die einfachsten Mysterien? | Gut, auf solche Weise zu vergehen. | Plus wird leicht zu Minus in Imperien.“ Rimbereid ist hier auf der Höhe des russischen Nobelpreisträgers Joseph Brodsky.</p>
<p>Ein Prolog und ein Epilog rahmen den Band. Diese beiden formal strengen Gedichte fragen, was wir mit Blumen tun können (sie brauchen uns nicht, aber wir sind einmal da). Der Epilog sagt uns auch, was die „letzte Blume“ sein wird. Die Formulierung ist so gelungen, dass sie hier nicht verraten wird. Das Buch kostet 17,90 Euro, jeder Buchhändler kann es bestellen.</p>
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<li>Titelfoto von <a href="http://www.flickr.com/photos/seven_of9/" target="_self">lilli2de</a>.</li>
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<p class="MsoNormal">Erst geht es um Spekulationen, um das in jedem Jahrhundert auftretende Vertrauen in die wunderbare Geldvermehrung. Um den Wahn in der Industrialisierung. „Ein Personenzug | mit zweihunderttausend irischen Eisenbahn- | arbeitern längst in voller Fahrt” – er kommt nie, das Geld geht aus. Es war nie da. Hundertfünfzig Jahre später im Silicon Valley, „lauwarme Schlafsäcke | und ein Pizzastück | mit der runden Bißkante eines Programmierers.” Die erste große Spekulationsblase war die Tulpenmanie im Holland des frühen 17. Jahrhunderts. Die Schönheit der Blumen und die Gewinnversprechen – irdische und vielleicht auch jenseitige – waren verführerisch. Wenn die Blase geplatzt ist, liegt die „äußerste Schale“ einer Tulpenzwiebel vor dem konsternierten Betrachter „wie eine gezackte, | halb abgerissene Schwinge.” Ikarus trifft Krösus trifft Soros.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="mso-bidi-font-family: Calibri;">Der norwegische Dichter Ø</span>yvind Rimbereid schreibt davon in seinem Buch <em style="mso-bidi-font-style: normal;">Herbarium, </em>das Klaus Anders vorzüglich auf Deutsch formuliert hat. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Leser von diesem Buch enttäuscht sein könnte. Es gibt elegante Formulierungen (dass „die Stille auf ein Osterei gemalt wird“) und intelligente Neologismen (das „nationale Brutto-Tulpenprodukt | wächst aus dem schon | engen Januar hinaus“). Es gibt eine skandinavische Königin „in postprotestantischem Weihwasser“, und vor allem eine Blume nach der anderen, auf die wir Leser vertrauen dürfen. Sie blüht, sie wächst, und wir verachten sie doch. Von Rimbereid und Anders dürfen wir uns eines Besseren, eines Schöneren belehren lassen.</p>
<p class="MsoNormal">Noch zwei Beispiele: Das Gedicht „Rose I: Fliegend“ erzählt von einer Frau, die in einer Lufthansa-Maschine sitzt, auf dem Heimflug von einem geschäftlichen Termin in Mailand. Im Handgepäck hat sie eine Zeitung, zwischen deren Seiten sie eine Rose bewahrt, die ihr ein Unterhändler der Gegenseite gestern geschenkt hat. Es war ein romantischer Moment, der nicht zum Tragen kommen durfte (oder vielleicht doch?). Jetzt herrscht der dumpfe Schlaf der Kurzstreckenflüge. Zwischen den Blättern der Rose werkelt eine Larve vor sich hin. Die letzte Zeile des Gedichts: „Also: fliegende Frau, Rose und Larve.“ Ein Memo, eine Reduktion auf das Konkrete und zugleich das Symbolische, ein augenzwinkernder Kommentar zu einer vertrauten Situation, und vor allem eine Zeile, die weder Frau noch Leser hintergeht.</p>
<p class="MsoNormal">Von einem „Rat für Blumen ohne Heim“ lesen wir im Gedicht „Zwergdistel: Bedrohte Arten“. Mit dem „Rat“ ist eine Institution gemeint. Vom Sterben und vom Überleben ist in den Terzinen dieses nicht sehr langen Gedichts die Rede. Große Themen, die mit der Lässigkeit des späten 20. Jahrhunderts auch in große Zusammenhänge gestellt werden. „Sind nicht so die einfachsten Mysterien? | Gut, auf solche Weise zu vergehen. | Plus wird leicht zu Minus in Imperien.“ Rimbereid ist hier auf der Höhe des russischen Nobelpreisträgers Joseph Brodsky.</p>
<p><span style="font-size: 11.0pt; line-height: 115%; font-family: &amp;amp; quot; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;amp; quot; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">Ein Prolog und ein Epilog rahmen den Band. Diese beiden formal strengen Gedichte fragen, was wir mit Blumen tun können (sie brauchen uns nicht, aber wir sind einmal da). Der Epilog sagt uns auch, was die „letzte Blume“ sein wird. Die Formulierung ist so gelungen, dass sie hier nicht verraten wird. Das Buch kostet 17,90 Euro, jeder Buchhändler kann es bestellen. </span></p>
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		<title>Freundschaft am Erker</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 10:25:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unversöhnte Eintracht und ein Plädoyer gegen verquälte Innenansichten monomaner Exzentriker: Das aktuelle Heft der Zeitschrift &#8220;Am Erker&#8221; (Nr. 62) widmet sich dem Thema Freundschaft. Enthalten sind Kurzgeschichten, Gedichte und Essays sowie, wie immer beim &#8220;Erker&#8221;, jede Menge Rezensionen.
In einer Kurzgeschichte mit dem schönen Titel &#8220;Die Insel, das Unglück, Christoph und ich&#8221; beobachten zwei Jungs einander, der eine ist cool, der andere sieht es und ist viel zu warm angezogen. Sie sind auf Klassenfahrt oder im Urlaub auf einer Insel. Der Coole schwafelt, der Beobachtende hört zu und weiß gar nicht, was das soll, und ist immer mehr genervt. Sirenen heulen, die beiden werden Zeuge einer maritimen Rettungsaktion, der Coole wird verhauen. Aber Genaues erfährt man nie. Die elliptische Bildfolge steht in einer markanten Spannung zu den blumigen Formulierungen, die hart an der Grenze zur Parodie liegen, aber nie darüber hinausgehen. Das Schlussbild ist ein Moment der Eintracht, allerdings einer offenen ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Unversöhnte Eintracht und ein Plädoyer gegen <a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/01/Erker-62-Freundschaft.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1732" title="EPSON MFP image" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/01/Erker-62-Freundschaft-187x300.jpg" alt="Erker 62 Freundschaft 187x300 Freundschaft am Erker " width="150" height="240" /></a>verquälte Innenansichten monomaner Exzentriker: Das aktuelle Heft der Zeitschrift <a href="http://am-erker.de/" target="_self">&#8220;Am Erker&#8221; (Nr. 62)</a> widmet sich dem Thema Freundschaft. Enthalten sind Kurzgeschichten, Gedichte und Essays sowie, wie immer beim &#8220;Erker&#8221;, jede Menge Rezensionen.</p>
<p>In einer Kurzgeschichte mit dem schönen Titel &#8220;Die Insel, das Unglück, Christoph und ich&#8221; beobachten zwei Jungs einander, der eine ist cool, der andere sieht es und ist viel zu warm angezogen. Sie sind auf Klassenfahrt oder im Urlaub auf einer Insel. Der Coole schwafelt, der Beobachtende hört zu und weiß gar nicht, was das soll, und ist immer mehr genervt. Sirenen heulen, die beiden werden Zeuge einer maritimen Rettungsaktion, der Coole wird verhauen. Aber Genaues erfährt man nie. Die elliptische Bildfolge steht in einer markanten Spannung zu den blumigen Formulierungen, die hart an der Grenze zur Parodie liegen, aber nie darüber hinausgehen. Das Schlussbild ist ein Moment der Eintracht, allerdings einer offenen und unversöhnten und vielleicht auch einseitigen. Der Autor: Martin Brinkmann.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/01/Robert-Louis-Stevenson.jpg"><img class="size-full wp-image-1725 alignleft" title="Robert Louis Stevenson" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2012/01/Robert-Louis-Stevenson.jpg" alt="Robert Louis Stevenson Freundschaft am Erker " width="176" height="196" /></a>Unter den Essays sticht Gerald Funks Plädoyer für Robert Louis Stevenson hervor. Funk wehrt sich gegen die Auswüchse des psychologischen Romans, der die so genannte Hochkultur des 20. Jahrhunderts dominiert hat, gegen &#8220;verquälte Innenansichten monomaner Exzentriker, wortreiche Psychogramme hirn- und sprachgeschädigter Kleinkrimineller, sprachlich und narrativ ritualisierte Untergänge Gescheiterter, Selbstmörder voller intellektueller Überheblichkeit, Terroristen aus Menschenliebe, feingeistige Mörder aus Altruismus, sensible Dreckskerle, die das Leben der Frauen aus Liebe zur Hölle machen&#8221;. Stevenson führt uns dagegen durch die Welt, flott und spannend. Den Eskapismus der Gequälten, die die Verständnislosigkeit ihrer Mitwelt in unverständlichen Wortschwällen anklagten, darf man fürs Erste auf sich beruhen lassen.</p>
<p>Von mir ist ein Gedicht im Heft enthalten, &#8220;Spaarnwoude&#8221;, im Gedenken an einen toten Freund &#8212; Erinnerung an die letzte Begegnung, bei der Freund schon wusste, dass er kurz danach sterben würde, und nun die Selbstermahnung, mit dem Verlust umzugehen. Acht Zeilen &#8212; denn dieser konkrete Freund hatte was gegen nutzlose Redseligkeit.</p>
<h4>Sie können das Heft über die <a href="http://am-erker.de/" target="_self">Webseite der Zeitschrift</a> bestellen. Die €9,00 für das Einzelheft sind gut angelegt!</h4>
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