Ralf Julke besprach Larkin Terminal am 7. Januar in der Leipziger Internetzeitung: “Jeder Text unterfüttert mit dem Nachdenken über das Unterwegssein, Fremdsein und den Ort, der sich als Heimat definiert”, heißt es dort, und frei heraus: “Das hätte man sich in einem großen Verlag vorstellen können.”
Vom 15. bis zum 17. Dezember fand eine kleine Lesereise zum Erscheinen von Larkin Terminal statt. In der Tübinger Buchhandlung RosaLux fand im Anschluß eine engagierte Diskussion statt, unter anderem zur Frage, wie Informationstechnologien und neue Medien nicht nur Vorinformationen zu Reisen liefern, sondern durch nachträgliche Recherchemöglichkeiten auch Erinnerungen prägen. Im Heidelberger Antiquariat Stange erkundete eine sehr gemischt und lebendige Zuhörerschaft die Frage, ob man auf Reisen bewußt Aufmerksamkeit steuern kann und gelegentlich auch abschalten darf. Das Foto zeigt, hinter dem Autor, von rechts nach links, Inhaberin Rosemarie Stange, die Heidelberger Autorin Marion Tauschwitz und die Malerin Christiane Schauder. Wiesbadens Buchhändler und Antiquar Thomas Wiederspahn lud zu einem festlichen Abschluß in sein Geschäft gegenüber dem Schwarzen Bock. Viola Bolduan vom Wiesbadener Kurier berichtete. Weitere Informationen hier.
Im Wiesbadener Tagblatt besprach Birgitta Lamparth das Buch. Sie schrieb in der Ausgabe vom 5. Dezember 2009: “Wunderbar beobachtet, mit melancholischem Ton und bilderreicher Sprache kreist Fricker die kleinen und großen Schlüsselszenen ein, die ganze Lebensentwürfe enthalten können. Mit feiner Ironie nähert er sich dabei auch seiner Heimatstadt: ‘Frankfurt hat Banken, Wiesbaden hat Bänke.’”
In den Badischen Neuesten Nachrichten wurde Larkin Terminal am 26. November 2009 ausführlich vorgestellt. Matthias Kehle zitiert aus verschiedenen Kapiteln, unter anderem aus der “Liebeserklärung an Wiesbaden” und aus dem Bericht über die Begegnung mit Dick Davis. Zum Kapitel über Myanmar bemerkt Kehle: “Allzutypisches von Rucksacktouristen erzählt Fricker ebenso wie von der politischen Lage.” Den vollständigen Text der Besprechung finden Sie auch auf Kehles Lyrik-Blog.
Am 16. November veröffentlichte die Online-Ausgabe der Zeitung DIE ZEIT unter dem Titel “Lyriker klagen gern” ein Interview aus Anlaß der Zuerkennung des Hermann-Hesse-Förderpreises und des Erscheinens von Larkin Terminal. In seinem Vorspann schreibt Martin Brinkmann, das Buch “versammelt ein Dutzend ebenso tiefsinniger wie erfrischender literarischer Reportagen.”
Launch Party am 10. Oktober 2009 im Gohliser Schlößchen. Zur Präsentation des Herbstprogramms lud der Plöttner Verlag am 10. Oktober ins Gohliser Schlößchen ein. Aus ihren neuen Büchern lasen insgesamt vier Autoren des Herbstprogramms, darunter Thomas Kunst, Reinhard Bernhof und Johannes Martini. Christophe Fricker wurde per Videoübertragung aus Durham, North Carolina zugeschaltet. Die erschienenen Gäste konnten Verlag und Bücher kennenlernen und einen schönen Abend genießen. Von der Lesung berichtete — augenzwinkernd — Steffen Richter im Berliner Tagesspiegel.
Interview zum Erscheinen des Buches. Parallel zum Erscheinen des Bandes bringt der Wiesbadener Kurier am 7. Oktober ein Interview mit dem Autor. Julia Anderton fragt, warum man sich auf Reisen soviel besser kennenlernt, welche Rolle Heimweh in Zeiten der Mobilität spielen darf, und warum nach Das schöne Auge des Betrachters nun ein Prosaband erscheint.
Im Lauf der vergangenen Monate sind einige Vorabdrucke aus Christophe Fricker: Larkin Terminal — Von fremden Ländern und Menschen erschienen. Mit dem Anflug auf JFK und der Fahrt nach Manhattan beginnt das New York gewidmete Kapitel. “In der Untergrundbahn suche ich festen Halt. Die mehrsprachigen Werbeflächen, auf denen kostengünstige Operationen beworben werden, fahren mit mir mit. Vor der Station, die mir ein routinierter Concierge am Telefon genannt hat, blitzen einige Male Bilder auf. Gekachelte Bahnsteige. Ich erinnere mich an die Bilder römischer Bäder in meinem alten Lateinbuch. Caldarium, Frigidarium, denke ich.” Das Kapitel ist auszugsweise hier vorabgedruckt. (Das New-York-Foto ist von Jan Bernhard). Vom Besuch bei Ingrid Meyerhof-Goering an ihrem Wohnort in Halifax berichtet das Kapitel “Kein Spaziergang”. Die Tochter des expressionisten Dramatikers Reinhard Goering erzählte von ihrem Vater, seinen Ideen und endlosen Spaziergängen, und von ihrem eigenen Leben zwischen den Sprachen und Kontinenten. Das Porträt wurde hier vorveröffentlicht .
Eine Kurzfassung des Singapur-Kapitels wurde im Jahre 2007 mit einem Essay-Preis der Zeitschrift Merkur ausgezeichnet und unter dem Titel “Singapurs kühle Schönheit” in Heft 694 abgedruckt. Das Thema hieß “Die schönste Stadt der Welt”, und Schönes gibt es in Singapur entlang der Autobahnen, aber auch versteckt in paradiesischen Wohngebieten wie Alexandra Park.
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