
Edgar Bowers, geboren 1924 in Rome, Georgia (USA), gestorben 2000 in San Francisco, kam 1945 als Soldat der Gegenspionage nach Deutschland und beendete seinen Militärdienst im Jahr darauf in den bayerischen Alpen. Nach der Rückkehr in die USA setzte er sein Studium fort und wirkte später als Professor für Englische Literatur an der University of California in Santa Barbara. Bowers’ poetisches Werk, das unter anderem mit dem Bollingen Prize for Poetry (1989) ausgezeichnet wurde, umfasst kaum mehr als hundert Gedichte. Aber in den USA sagt man, sie seien alle vollkommen – nachdenklich, intensiv, verständlich, menschlich. Unerschöpflich. Krieg und Einsamkeit, die Schönheit und die Gefährdung der Welt sowie die Versuche des Einzelnen, die Welt, in der wir leben, zu verstehen, sind zeitlose Themen. So gesehen werden die Gedichte von Edgar Bowers auch in fünfzig Jahren und nichts an Aktualität verloren haben.
