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German and English illustrated poetry book on friendship and travelMeet Your Party

Gedichte über Freundschaft und Freiheitin einer Welt, in der wir allzu oft allein sein und immer schon einbezogen in Machtkämpfe, die wir kaum erkennen. Ich habe versucht, das in Worte zu fassen. Die 49 Gedichte erscheinen auf Deutsch und auf Englisch. Viele beziehen sich auf Menschen und Orte in Kanada, den USA und England. Tom Nolan hat sie übersetzt. Timothy J. Senior hat sie illustriert – 10 Zeichnungen intensivieren das Buch. Die Gedichte sind alle von mir, stehen aber in der Schuld von Freunden und Fremden an vielen Orten.

Diese kleinen Texte sind mein Versuch, etwas über unsere Welt zu sagen. Man kann das Buch kaufen, verschenken, gemeinsam lesen und mir auch gern vorwerfen.

„Du siehst so lange auf die Wellen, bis dein Leben anders ist.“ Du siehst auf die Wellen in der Hoffnung, dass diese langen Augenblicke dein Leben verändern. Klären. Und dann eine Party. Wir klingeln an der Tür, der Gastgeber macht auf. „Mit einem Blick sind wir hier Herr im Haus.“ Gleich sehen wir: „Es fehlt an nichts – und was bedeutet das?“ Uns geht es ja gut. Oder? Sogenannte Hoffnungsträger tauchen auf der politischen Bühne auf, Regierungen mit Hubschraubern kontrollieren die Masse, und wir haben als Tagebuch eine Dose Bier. Gedichte über Oxford und Nova Scotia, den besten Diner der Welt und meinen Freund Manuel. Am Schluss des Buches stehen sieben düstere Gedichte über Untergänge, das Scheitern, den Schiffbruch – über Aufstände auf einer Hochebene, über den Versuch einer Neuschöpfung. Sie sind inspiriert von Werken Anselm Kiefers.

Christophe Fricker
Meet Your Party
Gedichte / Poems
Übersetzung: Tom Nolan
Illustration: Timothy J. Senior

Dresden: Edition Azur, 2014
120 Seiten, 17,90 EUR

ISBN: 978-3-942375-17-7

 

 

Literarische Reportagen aus aller WeltLarkin Terminal: Von fremden Ländern und Menschen

Geschichten eines Schleudertraumas, Stories über Orte und Menschen in Europa, Afrika, Asien und Amerika. Aber dies ist auch ein Buch der Aufenthalte und der Gemeinsamkeit: Es feiert den Krug Wasser, der an einer Straße in Myanmar von einem zum anderen gereicht wird, den Tee, den die Frau eines englischen Dichters in Ohio serviert, und natürlich Formal Hall. Es begann als ein Selbstversuch: An meinem 20. Geburtstag saß ich mit Judith zusammen am Computer, und wir beschlossen, dass ich auf jedem Kontinent einmal studieren würde. Das Dogma der Mobilität beherrscht unsere Generation, du musst flexibel sein, und eigentlich sollst du immer schon woanders sein, oder gewesen sein. Das führt zu wunderbaren Entdeckungen und Begegnungen: in Phnom Penh am See Wodka trinken; sich in Edmonton die Nase abfrieren; in Windhuk gefragt werden, ob der neue Kanzler auch Demokrat sei. Dabei gerät die Wirklichkeit irgendwann ins Wanken – was bietet noch Halt, woran erinnerst du dich eigentlich?

„Mit seiner Mischung aus Neugier, Demut, menschlicher Aufgeschlossenheit und Treue zu den von ihm als gültig anerkannten Maßstäben wird er sich überall behaupten – auch in der deutschen Literatur der Gegenwart, die er auf seine feine, kluge Weise eminent bereichert.“ (Die Welt, 30. Januar 2010)

„Ein Dutzend ebenso tiefsinniger wie erfrischender literarischer Reportagen.“ (Die Zeit Online, 16. November 2009)

„Zu Recht muss man dabei auch an den großen englischen Dichter Philip Larkin denken.“ (Der Tagesspiegel, 7. Februar 2010)

„Die fremden Länder und Menschen werden vertraut, aber nur, weil Fricker die Distanz und das Fremdsein gelten lässt. Er versucht nicht, die mitgebrachten Erklärungsmuster über alles zu legen, spielt nicht den Experten oder den Welt-Erfahrenen. Er lässt die kleine Angst zu, das Andere eben doch nicht richtig zu verstehen. Das tut gut.“ (Leipziger Internet-Zeitung, 7. Januar 2010)

„Es sind die Fragen, die er stellt, die Christophe Fricker auszeichnen.“ (Wiesbadener Kurier, 19. Dezember 2009)

„Wunderbar beobachtet, mit melancholischem Ton und bilderreicher Sprache.“ (Wiesbadener Tagblatt, 5. Dezember 2009)

„Wie die Protagonisten Hermann Hesses, so ist Fricker unterwegs auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Reisens. Klug hat er seine Essays angeordnet, denn immer mehr scheint der Reisende zur Ruhe zu kommen, sich im Unterwegs-Sein selbst zu finden.“ (Badische Neueste Nachrichten, 26. November 2009)

Kürzlich bei einer Lesung: Menschen starren auf eine Beamer-Projektion. Erst erscheint die Stimme, dann das Bild des Autors. Unser Mann lebt in North Carolina. Hat Reisereportagen geschrieben. Doch weil selbst routinierte Reisende nicht an zwei Orten zugleich sein können, ist er zur Lesung virtuell erschienen. Skype, der Videotelefonie im Internet, sei Dank.“ (Tagesspiegel, 27.10.2009)

Eine Kurzfassung des Singapur-Kapitels wurde im Jahre 2007 mit einem Essay-Preis der Zeitschrift Merkur ausgezeichnet.

Christophe Fricker
Larkin Terminal: Von fremden Ländern und Menschen
Leipzig: Plöttner, 2009

144 Seiten | Hardcover
ISBN 978-3-938442-63-0

 

Illustrierter Gedichtband über Freundschaft, Reisen und Anselm KieferDas schöne Auge des Betrachters

Gedichte über Freundschaft in Zeiten von Mobilität und Netzwerken. Das Buch enthält Zeilen zu Freundschaft und Entwurzelung, Mythen und Alltägliches, schmerzhaft Schönes und aufreibend Ungereimtes. Szenen und Namen, die im Lauf der Jahre bedeutsam waren, und die unsere Bahn bestimmt haben. Manches ist neu, vielleicht sogar überraschend. Freiburg und Kanada tauchen auf, meine Asienreise, Kunst, die mich bewegt hat (Anselm Kiefer etwa), und liebe, liebste Menschen.

Das Buch wurde am 26. November 2009 in Karlsruhe mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet. Professor Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann hielt die Laudatio. Die Jury schrieb: „In bewusster Anknüpfung an die Gedankenlyrik Stefan Georges [sprechen Frickers Texte] von Freundschaft und Liebe, kurzum von den Erschütterungen des Herzens in einer Zeit, in der für schöne Seelen wenig Platz ist. [Fricker ist ein Beobachter, der in] „kontrastreichen Denkbildern in musikalischem Duktus und von bilderreicher Wucht die Gefühlskultur stets im Widerstreit mit dem schnöden Materialismus der Epoche“ zeige.

In der Bostock Library der Duke University gab es ab Januar 2009 eine Ausstellung zu dem Buch, das Andrea Schmidt ausgestattet und Timothy J. Senior illustriert hat. Sie zeigte das Buch als Prozess: Photos dokumentierten Ereignisse und Personen, auf die sich einzelne Gedichte beziehen. Es folgten Manuskripte sowie Entwürfe zu den Illustrationen. Schließlich wurde die Produktion des Buches dokumentiert: alternative Cover-Entwürfe, Werbematerialien und am — vorläufigen — Ende Fotos einer Lesung, auf der das Buch vorgestellt wurde.

„Frickers Verse bedenken episodisch, in Sentenzen und sparsam eingesetzten Als-ob-Simulationen die Chancen sinnerfüllten menschlichen Lebens – eingebettet ins Unendliche und in Gottes Schöpfung. Wie bei den Romantikern scheinen die Grenzen zwischen Freundschaft und Liebe fließend. Der Dichter wehrt sich gegen das Propagieren immer neuer Aufbrüche, die kein wirkliches Neubeginnen einleiten. Das lyrische Ich dünkt sich nicht klüger als andere. Immer im Dialog mit einem Du, das stets auch der Leser sein kann, spricht es von eigenen Ängsten, Einsamkeit, Irrtümern und Zweifeln. Fricker übt mit seinem Herzen zugleich den Verstand. Die Einheit von Leib, Seele, Geist und Wissen ist erneut im Gespräch.“ (Die Welt, 11.4.2009)

„‚Wirklich erstaunlich überzeugende Bilder, die der junge Mann mit seinen Gedichten erzeugt. Man wird noch von ihm hören’ — die Heidelberger Dichterin Hilde Domin war sich schon 2004 sicher, dass Christophe Fricker Potential bietet.“ (Rhein-Neckar-Zeitung, 26.11.2009)

Christophe Fricker
Das schöne Auge des Betrachters
mit Illustrationen von Timothy J. Senior
Berlin: Johannes Frank, 2008

ISBN 978-3-940249-24-1