Aufenthalte » Einträge verschlagwortet mit "Liebe"
Ten Things I Came to Love While on a Writing Retreat
As many of you know, I have been on an extended writing retreat recently. While this is generally a lonely endeavour, there have been moments of intense non-manuscript-related joy which I would like to share with yall. Here is my list of ten things I came to love while writing my book: 1. Derek Walcott’s new collection of poetry, White Egrets. If you thought there was nothing new to say about the drizzle, read this. If … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Leicht und Schwer, Posts in English
Studienabbrecher geht nach Berlin …
Christopher Isherwoods Jugenderinnerungen erstmals auf deutsch Christopher Isherwood stammte aus der englischen Oberschicht, wo man sich in Aphorismen und Adjektiven unterhält; Substanz und Substantive wären aufdringlich. Als Abiturient hatte er, wie seine Klassenkameraden auf der Privatschule in Repton, einen jüngeren Schüler als Leibdiener, als „fag“. „Fags“ heißen aber auch Zigarettenstummel und Schwule. Von allen dreien ist in Isherwoods Jugenderinnerungen die Rede, aber immer so diskret, wie er es gelernt hat, wie er es in Cambridge praktizierte und wie er es bald zu verachten begann. „Löwen und Schatten“ ist die mit entwaffnender Ehrlichkeit, fast beispielloser Eleganz und völlig ohne Bitterkeit geschriebene Geschichte einer Abstandnahme. Immer wieder hebt Isherwood an seinen Freunden und Bekannten ihren Takt hervor, und auch er selbst beweist ihn. Die Konturen sind aber nie verschwommen, denn der Abschied … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Rezension
Stefan George nach der Odenwaldschule
In den vergangenen Wochen sind Missbrauchsfälle an einigen der angesehensten deutschen Bildungseinrichtungen bekannt geworden. Diese Institutionen waren teils genau deshalb so angesehen, weil Lehrer dort ein enges persönliches Verhältnis zu ihren Schülern aufbauten. Kleine Klassen, Betreuung nicht nur im Unterricht, Ausrichtung des Unterrichts an einem Menschenbild und nicht nur an Leistungsstandards — dies galt als ihre Stärken. Das Verhältnis von Lehrenden zu den mit ihnen Lernenden ist unvermeidlich ein persönliches. Es findet im Rahmen eines … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Stefan George
Missbrauch als Thema in Osterpredigten
Die Enthüllungen zum Thema Kindesmißbrauch, die in den letzten Wochen Kirche und Schulen und die Gesellschaft als ganze erschüttert haben, kamen auf unterschiedliche Art und Weise in Preidgten des Triduums, also der drei Festtage Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern, zur Sprache. Das bezeugen Medienberichte aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt, vor allem natürlich aus dem Vatikan. Der folgende Bericht gibt exemplarisch die Predigten in der Gemeinde Immaculate Conception in Durham, North Carolina wieder. Leserinnen und Leser sind eingeladen, Ihre Gedanken zu Predigten in ihren eigenen Gemeinden als Kommentar zu hinterlassen. Damit könnte dokumentiert werden, wie verschiedene Gemeinden mit den Geschehnissen in kirchlichen Schulen und darüber hinaus umgehen. Am Gründonnerstag wird des Letzten Abendmahles gedacht, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Jesus etablierte Brot und Wein als bedeutsame Merkzeichen seiner Gegenwart bzw. als … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: News
Freundlichkeit und Liebe
Zwei kürzlich erschienene Bücher beschäftigen sich mit Freundlichkeit und Liebe — in Zeiten der Suchmaschine und der mangelhaften Freuddeutung. Freundlichkeit ist wie gute Gedichte: Wer glaubt, ohne sie auskommen zu können, hat sie am meisten nötig. Sie darf nicht durch ideologisch oder bürokratisch verordnete Solidarität ersetzt werden. Die Lage ist aber nicht gerade erfreulich: Moderne Menschen verpönen Freundlichkeit, denn sie sehen sie als Zeichen der Schwäche. Trotzdem sehnen sie sich nach ihr. Die Historikerin Barbara Taylor und der Psychoanalytiker Adam Phillips fragen in ihrem Buch Freundlichkeit, warum das so ist, und plädieren für mehr Freundlichkeit. (Adam Phillips und Barbara Taylor: Freundlichkeit. Diskrete Anmerkungen zu einer unzeitgemäßen Tugend. A. d. Engl. von Susanne Held. Klett-Cotta, Stuttgart. 165 S., 16,90 Euro.) Rousseau ist das Leitbild der Autoren, der große Verteidiger angeborener Freundlichkeit, die man … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Rezension
Die Gabel abgeben
Von Johanna Schuster-Craig “Rubin argumentiert: ‘Die neuere sexualwissenschaftliche Forschung hat sexuelles Verhalten vergeschichtlicht und eine konstruktivistische Alternative zu sexuellem Essentialismus geschaffen. Die entsprechenden Untersuchungen beruhen auf der Annahme, dass Sexualität gesellschaftlich und historisch konstituiert und nicht biologisch verfügt wird.’ Im Folgenden möchte ich diese konstitutiven Konstruktionalismen untersuchen.” Gayle Rubin ordnete ihr denkendes, sexuelles Universum mit Hilfe von Linienzeichnungen von Backstein-Mauern und Tortendiagrammen. Bewegliche Wände gerader Steine und Stücke vom Sex/Gender-Käsekuchen. Greif ordentlich zu, kaue, schlucke, und hol dir dann noch mehr. Brich dir einen Zahn ab, wenn du versuchst, einen Backstein zu kauen. Wenn du ihn ausspuckst, bekommst du: eine Million Kontakte und einen Mund, der anfängt zu bluten. Denken ist eine Backstein-Mauer. Sex ist ein Kuchen. Gender ist ein Polo-Hemd. Ein Polo-Hemd, dessen Ärmel zu lang und zu weit sind, der Kater nach einem … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Johanna Schuster-Craig
John Donne, neu auf deutsch
Timothy Steele sagt, John Donne “goes up to eleven” (siehe Spinal Tap), und Brodsky sagt, die neuere englische Dichtung habe Donne “alles” zu verdanken. Wolfgang Helds neue Auswahlübersetzung macht den metaphysischen Dichter greifbar. Helds Übersetzung entscheidet sich für Reim und Metrum, und das ist auch gut so, auch wenn Donne selbst mit den Metren auf Kriegsfuß stand. Ein ausgeprägtes Bewusstsein von metrischen Tücken und Subtilitäten beweist Held etwa mit einem wohlgesetzten Spondeus auf „vorsichtig“ im Gedicht „Bettzeit“. Den Reim auf „Herz“ umgeht Held souverän, eine schöne Tat ebenso wie „Geist / dreist“ im selben Gedicht. „Testament“ ist am besten gelungen. In diesem rabiaten oder, um es mit Björn Kuhligk zu sagen, ‚rotzigen’ Gedicht schlägt Held zielsicher über die Stränge, und der Donne-Sound kommt richtig ins Rollen. Meine Rezension auf www.literaturkritik.de. … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Rezension



