Aufenthalte » Einträge verschlagwortet mit "Tagesspiegel"
Schmerz am Horn
Was wissen Sie eigentlich über Dschibuti? Ein Land an der Peripherie der Weltpolitik … aber wer dachte das nicht auch über jenen westasiatischen Staat Afghanistan, als Bill Clinton ihn in den 90ern bombardieren ließ. In der von der Globalisierung vernetzten Welt und in der vom Glauben durchdrungenen Welt gibt es keine Peripherie. Davon handelt Abdourahman Waberis neuer Roman. Waberi ist Dschibutis bekanntester Schriftsteller. Der 1965 geborene Autor lebte auch schon als DAAD–Stipendiat in Berlin. In seinen … Den ganzen Artikel lesen »
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Der einsame Aufstand
Viel ist heute von der Wut die Rede und von der Erhebung gegen neoliberale Ausbeuter. Ein französisches Pamphlet mit praktischen Tips für den „kommenden Aufstand“ wurde jüngst zum Bestseller. In einem anderen Bestseller zum Thema geht es nicht um den gewaltsamen Kampf gegen ein leicht herausgeschobenes Rentenalter, sondern um Mut und Anstand im Angesicht des nationalsozialistischens Terrors. Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ von 1946 erschien letztes Jahr auf Englisch und fand hunderttausende Leser. … Den ganzen Artikel lesen »
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Tom Wolfe 80
Kaum einer kennt das Innenleben von New York so gut wie er. Die geldgierige Börsenwelt der Achtziger, auf die wir seit dem letzten Remake mit neuem Groll schauen, hat der große Reporter und Romancier Tom Wolfe schon in „Fegefeuer der Eitelkeiten“ (1987) genüsslich seziert. Sherman McCoy, Wolfes Protagonist, ist der Gordon Gecko der Literatur. McCoy war nicht der erste Insider, den sich der Erfinder des epischen Docutainment vorgenommen hatte. In „Das gemalte Wort“ hatte er sich … Den ganzen Artikel lesen »
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Affen mit Manieren
Im Zweierzimmer des Internats schlafen Julius und Noel ihren Rausch aus und überlegen, ob sie sich einander anvertrauen können. Julius hat zu viele Freunde, Noel hätte gern welche, vor allem Julius. Julius’ Vater ist der amerikanische Botschafter in Kanada, Noels der kanadische Generalkonsul in Sydney. Er will, dass Julius die Dinge aus seiner Perspektive, „vom unteren Bett aus“ betrachtet. Sie sind einander nah, wenn sie morgens in denselben Rasierspiegel gucken. Noel ist einer von denen, … Den ganzen Artikel lesen »
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Studienabbrecher geht nach Berlin …
Christopher Isherwoods Jugenderinnerungen erstmals auf deutsch Christopher Isherwood stammte aus der englischen Oberschicht, wo man sich in Aphorismen und Adjektiven unterhält; Substanz und Substantive wären aufdringlich. Als Abiturient hatte er, wie seine Klassenkameraden auf der Privatschule in Repton, einen jüngeren Schüler als Leibdiener, als „fag“. „Fags“ heißen aber auch Zigarettenstummel und Schwule. Von allen dreien ist in Isherwoods Jugenderinnerungen die Rede, aber immer so diskret, wie er es gelernt hat, wie er es in Cambridge praktizierte und wie er es bald zu verachten begann. „Löwen und Schatten“ ist die mit entwaffnender Ehrlichkeit, fast beispielloser Eleganz und völlig ohne Bitterkeit geschriebene Geschichte einer Abstandnahme. Immer wieder hebt Isherwood an seinen Freunden und Bekannten ihren Takt hervor, und auch er selbst beweist ihn. Die Konturen sind aber nie verschwommen, denn der Abschied … Den ganzen Artikel lesen »
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John Updike: “Requiem” auf deutsch
Hans Thill ediert im Poetenladen eine Reihe mit Gedichten von vor kurzer Zeit verstorbenen Dichtern. John Updikes Requiem, das ich für den Berliner Tagesspiegel (hier) übersetzt habe, ist hier nachgedruckt. … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: New Formalists



