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	<title>Aufenthalte &#187; Aufenthalte &#8212; Übersetzung Archiv </title>
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	<description>Christophe Fricker über Freundschaft in Zeiten der Mobilität</description>
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		<title>Welch, Mehigan und der Fortschritt</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:49:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neue Ausgabe der „Krachkultur“ erschienen Die in Bremen und Leipzig herausgegebene Literaturzeitschrift Krachkultur veröffentlicht in ihrer neuesten Ausgabe ein weltliterarisches Seitenstück von Denton Welch (1915-1948), erstmals auf Deutsch, in der Übersetzung von Christophe Fricker. In der Erzählung „Als ich Kunst studierte“ gibt das große Vorbild...


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neue Ausgabe der „Krachkultur“ erschienen</strong></p>
<p>Die in Bremen und Leipzig herausgegebene Literaturzeitschrift <em>Krachkultur </em>veröffentlicht in ihrer neuesten Ausgabe ein weltliterarisches Seitenstück von <strong>Denton Welch (1915-1948)</strong>, erstmals auf Deutsch, in der Übersetzung von Christophe Fricker. In der Erzählung „Als ich Kunst studierte“ gibt das große Vorbild von <strong>William S. Burroughs</strong> einen melancholischen Bericht aus seiner schwierigen Jugendzeit.</p>
<p>Daneben präsentiert die „Krachkultur“ mit <strong>Joshua Mehigan</strong> einen Vertreter jener amerikanischen Dichterschule, die für die Rückkehr des metrisch regulierten Verses eintreten. „Die Dichter, die ich vorstelle, wenden sich gegen den Trend“, hat der Lyriker und Übersetzer <strong>Christophe Fricker</strong> kürzlich im „ZEIT online“-Interview erklärt. „Sie schreiben eine Lyrik, die Eleganz und Verständlichkeit mit gedanklicher Tiefe und sorgfältiger Beobachtung verbindet. Philosophische Meditationen, zynische Alltagskommentare, verspielte Liebesgedichte und kritische Naturbetrachtungen feiern die Fülle der Welt und der Sprache.“</p>
<p>Neue Lyrik aus Deutschland stammt von: Hendrik Rost, Stan Lafleur, Arne Rautenberg, Christophe Fricker (ein stilles Gedicht über den Fortschritt), Gerald Fiebig, Marcus Roloff und Agis Sideras.</p>
<p>In ihrer neuen Ausgabe wird die <em>Krachkultur </em>ihrem Ruf als Lautsprecher der literarischen Szene einmal mehr gerecht. Sie stellt vor allem eine der schillerndsten Figuren der russischen Literatur und der russischen Oppositionsbewegung vor – <strong>Edward Limonow</strong>.</p>
<p>Seine Rollen und Metamorphosen bilden den Stoff seines umstrittenen Werkes. Als junger Mann emigrierte er in die USA und nach Frankreich – und wütete mit seinem Skandalroman <strong>„Fuck off, Amerika“</strong> (1979), der ein internationaler Bestseller wurde, gegen sein Paria-Dasein im Westen. Nach seiner Rückkehr ins liberale Jelzin-Russland kämpfte er in fünf Kriegen gegen den Zerfall des Sowjetreiches und den russischen Raubtierkapitalismus und mutierte zum Führer der radikalen Nationalbolschewistischen Partei und einer deklassierten Jugend. Im kleinbürgerlichen Putin-Russland wurde er wegen Waffenschmuggels und -besitzes zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Inzwischen kämpft er Seite an Seite mit sowjetischen Bürgerrechtlern und Liberalen gegen das Putin-Medwedjew-Regime. „Krachkultur“ Nr. 13/2010 präsentiert einen Querschnitt durch das neuere erzählerische Werk Limonows.</p>
<p>„Zur Wahrheit führen kompliziert viele Wege und einer – zur <em>Krachkultur</em>, der kleinen Underground-Literaturzeitschrift“, schrieb <em>Die Zeit. </em></p>
<p>Krachkultur Nr. 13 / 2010</p>
<p>Hrsg. v. Martin Brinkmann u. Fabian Reimann</p>
<p>ISSN 0947-0697 / ISBN 978-3-931924-08-9</p>
<p>Etwa 200 Seiten / 10 EUR</p>
<p>Weitergehende Informationen erteilt die „Krachkultur“-Redaktion Bremen (Martin Brinkmann) unter: 0421/3469459. Oder klicken Sie: www.krachkultur.de</p>


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		<title>Ein bewegter Jahreswechsel</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 13:33:53 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 15. bis zum 17. Dezember fand eine kleine <strong>Lesereise </strong>zum Erscheinen von <em>Larkin Terminal </em>statt. In der <strong>Tübinger Buchhandlung RosaLux </strong>fand im Anschluß eine engagierte Diskussion statt, unter anderem zur Frage, wie Informationstechnologien und neue Medien nicht nur Vorinformationen zu Reisen liefern, sondern durch nachträgliche Recherchemöglichkeiten auch Erinnerungen prägen. Im <strong>Heidelberger Antiquariat Stange </strong>erkundete eine bunt gemischte und lebendige Zuhörerschaft die Frage, ob man auf Reisen bewußt Aufmerksamkeit steuern kann und gelegentlich auch abschalten darf (das Foto zeigt, von links, die Künstlerin Christiane Schauder, Hilde Domins Biographin Marion Tauschwitz und Antiquariatsbesitzerin Rosemarie Stange). <strong>Wiesbadens </strong>Buchhändler und Antiquar <strong>Thomas Wiederspahn </strong>lud zu einem festlichen Abschluß in sein Geschäft gegenüber dem Schwarzen Bock. Viola Bolduan vom <a title="Wiesbadener Kurier" href="http://www.wiesbadener-kurier.de/region/kultur/literatur/8071537.htm" target="_self">Wiesbadener Kurier</a> berichtete.</p>
<p>Im Vorfeld der Lesungen erschien im <a title="Wiesbadener Tagblatt" href="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/kultur/lokale-kultur/7992154.htm" target="_self">Wiesbadener Tagblatt</a> ein ausführlicher Bericht zum Buch.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Rampike.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-940" title="Rampike" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Rampike.gif" alt="Rampike Ein bewegter Jahreswechsel" width="253" height="69" /></a>An zwei Stellen erschienen im Dezember <strong>neue Gedichte </strong>von Christophe Fricker. Die Zeitschrift <strong>Rampike </strong>brachte zusätzliche auch Illustrationen von Timothy J. Senior. <a title="Rampike" href="http://web4.uwindsor.ca/units/english/rampike.nsf/inToc/0B6C1154A9EB205B852573B1006E13DF?OpenDocument" target="_self">Rampike</a> ist so etwas wie das Zentralorgan der Postmoderne in Kanada.</p>
<p>In der Zeitschrift <strong>Poetry Salzburg Review</strong> erschien der Zyklus &#8220;Im Ungewissen&#8221; erstmals vollständig in englischer Übersetzung, angefertigt von Tom Nolan. Der Zyklus ist auch in <em>Das schöne Auge des Betrachters </em>aufgenommen und erschien in Auszügen auf Englisch bereits in John Kinsellas Online-Zeitschrift <a title="Salt" href="http://www.saltpublishing.com/saltmagazine/issues/02/text/Fricker_Christophe.htm" target="_self">Salt</a>. Mehr Informationen zur Veröffentlichung in Salzburg <a title="hier" href="http://www.poetrysalzburg.com/" target="_self">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Cassity.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-941" title="Cassity" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Cassity-200x300.jpg" alt="Cassity 200x300 Ein bewegter Jahreswechsel" width="140" height="210" /></a>Im Juli 2009 starb der amerikanische Dichter <strong>Turner Cassity</strong>. Geboren im Bundesstaat Mississippi, studierte er in Stanford Englisch und lernte dort Yvor Winters und Edgar Bowers kennen. Die Begegnung wurde prägend für seine Haltung zur Dichtung. Cassity, dessen reisefreudiges Leben ihn unter anderem mehrere Jahre lang nach Südafrika führte, widmete sich in seinen Gedichten in einer zwischen Behutsamkeit und Bissigkeit changierender Sprache Orten und Menschen unterwegs. Elf Gedichtbände versammeln sein reiches Werk. Die Zeitschrift AbleMuse widmet in ihrer Dezember-Ausgabe Turner Cassity einen ausführlichen Tribut. Dazu gehören Gedichte von Dick Davis und Timothy Steele. Christophe Fricker liest seine Übersetzung von Cassitys Gedicht &#8220;Two Are Four&#8221;. Das Video steht <a title="hier" href="http://www.ablemuse.com/v8/poetry-translation/christophe-fricker/cassity-two-are-four#video" target="_self">hier</a>.</p>
<p><strong>Nancy Hünger</strong>s Gedicht- und Prosagedicht-Band <em>Deshalb die Vögel </em>erschien 2009 in Helge Pfannenschmidts Edition AZUR. Vorsichtige, stille Beobachtungen aus der Ukraine, aus Israel und Thüringen werden in einer einfachen Sprache festgehalten, die sich dem aufmerksamen Leser öffnet, sich bald aber auch wieder verbirgt. Weitere Einschätzungen <a title="hier" href="http://www.poetenladen.de/christophe-fricker-nancy-huenger.htm" target="_self">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Kristina.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-942" title="Kristina" src="http://www.aufenthalte.info/wp-content/uploads/2009/12/Kristina-300x224.jpg" alt="Kristina 300x224 Ein bewegter Jahreswechsel" width="210" height="157" /></a>Zum Schluß noch zur wohl überraschendsten Nachricht des Monats: der Ernennung von <strong>Kristina Köhler</strong> zur Bundesfamilienministerin. Da sie vielen Journalisten noch ein unbeschriebenes Blatt war, begann die Suche nach alten Freunde, die Auskunft zu geben bereit sind. Christophe Fricker, der 1997 mit Köhler Abitur machte, erzählt im <a title="Wiesbadener Kurier" href="http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/8005983.htm" target="_self">Wiesbadener Kurier</a> und im Stern (Heft 51/2009).</p>


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		<title>Warum übersetzen?</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 22:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ann Marie Rasmussen]]></category>
		<category><![CDATA[Beowulf]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei Seamus Heaney steht das Schiff für das Kunstwerk. Schiffe werden gesegelt. Was aber kann ein literarisches Werk durch die Zeit vorwärts bewegen? Die Antwort ist: die konzentrierte, zielbewußte, intensive Arbeit, das Wollen einer Übersetzung.


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitschrift <em>German Quarterly</em> fragte ihre Leser, vor allem amerikanische Germanisten, warum Studenten und Wissenschaftler überhaupt Texte übersetzen sollen und warum man Übersetzungen in den Sprachunterricht einbauen soll. Die Antwort von Ann Marie Rasmussen auf dieser Seite, die Antwort von Christophe Fricker <a title="hier" href="http://www.aufenthalte.info/new-formalists/warum-ubersetzen/" target="_blank">hier</a>:</p>
<p>And now this is ‘an inheritance’ –<br />
Upright, rudimentary, unshiftably planked<br />
In the long ago, yet willable forward</p>
<p>Again and again and again.</p>
<p>Mit diesem zweistrophige Gedicht beginnt Seamus Heaneys meisterhafte Übersetzung des altenglischen Beowulf. Der text wurde etwa im Jahr 900 geschrieben. Im Prozeß der Übersetzung treffen und unterhalten sich zwei große Geister, zwei Meister der Wortkunst – in Ihrer Gegenwart! Ihr Gespräch versammelt den langen Zeitraum von tausend Jahren in einen vergänglichen, aber wiederholbaren Moment der „beständigen Gegenwart“ (Heaney).</p>
<p>Vielleicht die schwerste der Übersetzung auferlegte Bürde ist, daß sie in ihr Zentrum nichts als das Werk selbst stellen kann. Das ist, denke ich, die Vorbedingung jeder Übersetzung, und diese Vorbedingung steht im Gegensatz zu dem Trend, das ‚Kunstwerk‘ aus dem Brennpunkt wissenschaftlicher und überhaupt konzentrierter Beschäftigung zu entfernen. Um bei Heaneys Metapher zu bleiben: Mittelalterliche Dichtung, Epik und Romanzen begegnen uns in vorgeformter Gestalt. Darauf spielt Heaney in seinem Gedicht mit dem historisch präzise situierbaren Bild eines Wikingerschiffs an. Die Metaphor läßt anklingen, daß ein literarisches Werk ein aus sprachlichem Material konstruiertes Objekt ist, das ein bestimmtes Gewicht hat. Wenn das Material, die Sprache, in der und für die es gebaut wurde, nicht mehr lebendig ist, stellt sich die Frage: verschwindet die Literatur ebenfalls in die Ferne und, bestenfalls, die Schattenexistenz als Gedankenspielplatz für Stubengelehrte?</p>
<p>In Heaneys Metapher steht das Schiff für das Kunstwerk. Schiffe werden gesegelt. Was aber kann ein literarisches Werk durch die Zeit vorwärts bewegen? Die Antwort ist: die konzentrierte, zielbewußte, intensive Arbeit, das Wollen einer Übersetzung. Jede Übersetzung, auch die befriedigendste und erfolgreichste, opfert einige Aspekte der Komplexität eines Originals, um andere Aspekte einzufangen. Weil Sprache und Kultur sich ständig weiterentwickeln, muß diese Balance immer neu erarbeitet werden. Die Arbeit des Übersetzens ist nie abgeschlossen. „Wieder und wieder und wieder“, schreibt Heaney. Tatsächlich. Es gibt dutzende Übersetzungen des Beowulf, und in der Zukunft werden wieder neue nötig sein. Die Teilung dieses Gedichts in zwei Strophen formalisiert die Trennung zwischen Original und Übersetzung. Ich kenne keinen besseren Weg, in monolingualen amerikanischen Studenten Verständnis dafür zu erwecken, wie außerordentlich dynamisch die englische Sprache ist, als sie eine Passage aus Heaneys Beowulf-Übersetzung, die sie besonders schätzen, in fünf anderen Übersetzungen nachschauen zu lassen. Jede Generation braucht – und verdient – ihre eigene Übersetzung, und glücklich ist, wer die jeweiligen Stärken verschiedener abwägen kann.</p>
<ul>
<li>Siehe auch <a title="hier" href="../new-formalists/warum-ubersetzen/" target="_blank">hier</a>.</li>
<li>Photo von
<div><a rel="cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/coreforce/">http://www.flickr.com/photos/coreforce/</a> / <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a></div>
</li>
</ul>


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